Schulleben

Einschulung

Die Einschulung findet am zweiten Schultag des neuen Schuljahres statt. In den ersten Schulwochen haben die Erstklässler sowohl im gesamten Klassenverband als auch regelmäßig in kleineren Lerngruppen Unterricht, damit sie mit dem Lernen und den Arbeitsformen in der Schule behutsam vertraut gemacht werden. Mit dem Schulanfang beginnt für die Kinder ein neuer wichtiger und aufregender Lebensabschnitt.

 

Bereits am Tag der offenen Tür im Herbst können sich Eltern und Kinder ein Bild von unserer Schule machen.

Da in den letzten Jahren immer häufiger Kinder mit einem für die Schule nicht ausreichenden Sprachstand angemeldet werden, findet bereits bei der Schulanmeldung im Herbst eine Sprachstandsermittlung statt. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, sprachliche Defizite vor dem Schulbeginn zu beheben.

 

Die veränderte Schuleingangsphase zieht Strukturveränderungen nach sich, außerdem hat sie Auswirkungen auf das Aufgabenspektrum unseres Kollegiums. Da die Lerngruppen immer heterogener werden, ist eine genaue Ermittlung des augenblicklichen Lern- und Entwicklungsstandes notwendig. Dadurch können die Schulanfänger/innen angemessen gefördert werden.

In den Monaten vor der Einschulung besteht Kontakt zu den Erzieherinnen der verschiedenen Kindergärten und den Eltern des Schulanfängers. Es findet eine ausgeprägte Kooperation statt.

 

Um die Lernausgangslage im Vorfeld der Einschulung bereits einschätzen zu können, haben wir einen Diagnostikbogen zusammengestellt. Uns schien dabei besonders wichtig, dass die Kinder die Diagnostik nicht als Prüfungs- oder Testsituation erleben.

Schuleingangsdiagnostik

Unser Diagnostikverfahren in Anlehnung an die Übungsformate aus dem Set "Bereit für die Schule?" (Persen-Verlag) soll uns dabei helfen, eine Grundlage für mögliche Fördermaßnahmen zu bilden, indem unterschiedliche Kompetenzen in ihrer Entwicklung beobachtet und festgehalten werden. Die Testung besteht aus 23 Aufgaben, die den folgenden Bereichen zugeordnet werden können:

  • Phonologische Bewusstheit
  • Vorzahlige Einsichten
  • Körperkoordination
  • Fein-/Graphomotorik
  • Sprache/Merkföhigkeit/Informationsverarbeitung

Auf dieser Grundlage wird der Lern- und Entwicklungsstand des Kindes ermittelt und – wenn nötig – ein Förderplan entwickelt. Die Eltern erhalten eine Rückmeldung darüber, in welchen Bereichen sie ihr Kind bis zum Schuleintritt noch fördern sollten. Ergänzend dazu diagnostizieren wir innerhalb der ersten Schulwochen die Grundfertigkeiten (Vergleichen, Raumorientierung, analytische Wahrnehmung).

Übergang in die weiterführenden Schulen

Im Lauf des vierten Schuljahres muss für jeden Schüler über die Wahl der Schulform für die weiterführende Schule entschieden werden. In Frage kommen für alle die Hauptschule, die Realschule, das Gymnasium oder die Gesamtschule. Seit 2011 arbeitet unsere Schule im Netzwerk „Schulen im Team“ zu dem Schulformen der weiterführenden Schulen sowie mehrere Mülheimer Grundschulen gehören. Das Netzwerk hat den Schwerpunkt der Arbeit auf die Gestaltung der Übergänge zur weiterführenden Schule gelegt. Im Rahmen dieser Arbeit wurden der neu konzipierte Infoabende sowie ein „Lehrersprechtag“ entwickelt.

 

Die Eltern entscheiden, welche weiterführende Schule ihr Kind besuchen soll. Entscheidungshilfen erhalten sie durch den Informationsabend, der vom Netzwerk „Schulen im Team“ zentral an drei Stellen in Mülheim durchgeführt werden. Tage der Offenen Tür an den jeweiligen weiterführenden Schulen (Ende November bis Mitte Januar) ergänzen die Information über Bildungsinhalte und mögliche Abschlüsse. Wichtigstes Entscheidungskriterium sollten Beratungsgespräche mit der Klassenlehrerin des Kindes sein. Die Anmeldungen an den weiterführenden Schulen finden im Februar oder März statt.

Feste, Feiern und Projektwochen

Feste zu feiern ist ein wichtiger Bestandteil unseres Schullebens. Sie haben das Ziel, gemeinsam zu spielen, gemeinsam Spaß zu haben, die Schule zu zeigen und sie nach außen zu öffnen. Dadurch wird das soziale Miteinander gefördert, verantwortliches Planen und Organisieren lässt sich praktisch einüben und die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus wird vertieft. 

 

Folgende Feste haben ihren festen Platz in einem Schuljahr:

  • Klassenfeste
  • St. Martinszug und –feier
  • Nikolaus- und Weihnachtsfeiern
  • Karnevalsfeier am Freitag vor Rosenmontag

Nach einem Beschluss der Schulkonferenz finden folgende Veranstaltungen in jährlichem Wechsel statt:

  • das Sommerfest auf dem Schulhof und im Schulgebäude, an dessen Programmgestaltung die einzelnen Klassen, Lehrer und Eltern beteiligt sind,
  • ein Sponsorenlauf auf dem Sportplatz am Kahlenberg,
  • ein Schulbasar auf dem Schulhof, bei dem im Unterricht von den Schülern hergestellte Dinge verkauft werden,
  • eine Projektwoche, die unter einem ausgewählten Thema die individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten des einzelnen Schülers anspricht. Dabei haben Eltern, ortsansässige Firmen und Organisationen die Möglichkeit, sich zu beteiligen. Am Ende der Projektwoche werden die Ergebnisse den Eltern präsentiert. Der Projektunterricht findet in der Regel klassen- und jahrgangsübergreifend statt.

Gottesdienste

Wir feiern an unserer Schule pro Schuljahr in der Regel drei ökumenische Gottesdienste: Gottesdienste zum Schulanfang, zu Weihnachten und zum Schuljahresabschluss.

Diese werden von den Religionslehrerinnen in Zusammenarbeit mit Vertretern der Kirchengemeinden geplant. Große Teile des Gottesdienstes werden von einzelnen Klassen oder Religionsgruppen vorbereitet. Die Gottesdienste finden in der Petrikirche oder in der Pauluskirche statt. 

 

Es sind alle Familienangehörigen herzlich zu unseren Schulgottesdiensten eingeladen.

Klassenfahrten

Klassenfahrten verbinden Erziehung und Unterricht in besonderer Weise.

So können neben dem kognitiven Lernen durch Geselligkeit und größere Kommunikations- und Bildungsangebote ganz besonders das soziale Lernen und die emotionale Entfaltung ermöglicht werden. Es besteht ein größerer sozialer Erfahrungsraum, da die Schülerinnen und Schüler mehrere Tage lang rund um die Uhr zusammen sind.

Zu unseren Zielen gehören Jugendherbergen und Freizeitheime verschiedener Trägerschaften wie z. B.

  • Reiterhof Goch - Nierswalde
  • Reiterhof Emsdetten
  • Jugendherberge Mönchengladbach Haardt
  • Jugendherberge Haltern
  • Jugendherberge Windeck-Rosbach

In der Regel dauern Klassenfahrten 3 – 5 Tage, über Ausnahmeregelungen entscheidet die jeweilige Klassenpflegschaft.

AG’s

Bei entsprechend verfügbaren Lehrerwochenstunden ist es uns auch in Zukunft ein Anliegen, den Schülerinnen und Schülern verschiedene AG’s anzubieten, um Neigungen zu wecken bzw. zu stärken. So konnten wir in den letzten Jahren z. B. folgende AG-Themen anbieten:

  • Sticken
  • Auf den Spuren der Indianer
  • Mathematische Übungen am Computer 
  • Basiseinführung für die Arbeit mit dem Computer
  • Tastaturkurs am Computer 
  • Laubsägearbeiten 
  • Englisch
  • „Wir sehen die Welt mit den Augen eines Künstlers“ 
  • Geschichtenwerkstatt – „Wir lesen, hören, spielen und schreiben Geschichten und stellen dazu verschiedene kleine Bücher her“ 
  • Erstellen eines Sinnesparcours für unsere Schule 
  • Theater – AG
  • Fußball-AG

Interessierte Eltern sind herzlich eingeladen, neue AG’s ins Leben zu rufen und/oder zu leiten.

Leseförderung

Die Lesemotivation wird an unserer Schule im Rahmen des Unterrichts durch folgende Aktivität gefördert: 

  • Vorstellen von Lieblingsbüchern
  • Herstellung von Geschichten- und Gedichtbüchern
  • Szenisches Spiel
  • Besuch der Stadtbücherei
  • Einrichtung von Klassenbüchereien
  • Einrichtung einer Schülerbücherei für alle Klassen 
  • Geburtstagsbücher (Geburtstagskinder schenken der Klasse Bücher)
  • Lesungen am bundesweiten Vorlesetag

Zahlreiche Klassen schaffen sich lesefreundliche Ecken im Klassenraum (sofern Platz vorhanden). So findet man beispielsweise Lesesofas und Kuschelecken, in die man sich zurückziehen kann.

Bewegungsfreudige Schule

Bewegung ist ein elementarer Bestandteil unseres Lebens.

Durch die Beachtung des intensiven Bewegungsbedürfnisses der Kinder wird Bewegungserziehung zum wesentlichen Bestandteil des Schulalltages, innerhalb und außerhalb des Unterrichtes.

Durch die veränderte Lebenssituation der Kinder (Technisierung, Medialisierung) verstärkt sich der Trend zu mangelnden Bewegungserfahrungen.

Da jedoch gerade Bewegung für eine ganzheitliche Entwicklung der Kinder wichtig ist, hat sich unsere Schule zur Aufgabe gemacht, den Kindern Zeit und Raum zu geben, um auch nichtgemachte Bewegungserfahrungen nachzuholen (oder zu intensivieren). Schwerpunkte hierzu sind: Beschaffenheit der Klassenraumes, Bewegung im Unterricht (Bewegungspausen, themenbezogene Bewegung), Pausengestaltung, Spiel- und Sportfeste, Verkehrserziehung aber auch Entspannungsmöglichkeiten gehören dazu.

Neue Medien

Die Verbreitung der Computer in unserer Lebensumgebung wird immer weitreichender und erfasst viele Bereiche des Alltags. Die Technisierung der Umwelt bis in die Erlebniswelt der Kinder erfordert, dass sie den sinnvollen und effizienten Einsatz der Neuen Medien erfahren.

Die Grundschule soll einen Beitrag leisten, dass für die Kinder ein sachgerechtes, selbstbestimmtes, kreatives und sozialverantwortliches Handeln im Zusammenhang mit Medienfragen möglich wird. Dazu soll sie für den Erwerb von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten in folgenden Bereichen Sorge tragen:

  • Auswählen und Nutzen von Medienangeboten,
  • Gestalten und Verbreiten eigener Medienbeiträge,
  • Verstehen und Bewerten von Mediengestaltungen,
  • Erkennen und Aufarbeiten von Medieneinflüssen.

Übergeordnetes Ziel des Unterrichts mit Neuen Medien ist es, die Schülerinnen und Schüler zu sinnvoller Nutzung und kritischem Umgang mit den Neuen Medien zu erziehen. Die Kinder sollen dazu befähigt werden

  • Medienangebote sinnvoll auszuwählen und zu nutzen,
  • eigene Medienbeiträge zu gestalten und zu verbreiten, 
  • Mediengestaltungen zu verstehen und zu bewerten, 
  • Medieneinflüsse zu erkennen und aufzuarbeiten.

Hierbei soll der Computer in allen vier Schuljahren eingesetzt werden, so dass die Schülerinnen und Schüler ihn als selbstverständliches Arbeitsmittel neben anderen kennen lernen.

Einsatzmöglichkeiten der neuen Medien in den Klassen

Grundsätzlich richten sich die Einsatzmöglichkeiten nach der unterschiedlichen technischen Ausstattung der Computer in den Klassen. Zusätzlich müssen organisatorische Voraussetzungen geschaffen werden (z.B. durch Wechsel des Klassenraumes in bestimmten Unterrichtsstunden), so dass allen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geboten wird, mit Computern zu arbeiten.

 

Arbeit mit Lernprogrammen

  • Lern- und Übungsprogramme werden vor allem in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht sowie im Förderunterricht eingesetzt. Durch individuelle Einstellungen bieten diese Programme ein differenziertes Lernen und Üben.
  • Zeichenprogramme fördern einen kreativen Umgang mit dem Computer. 

Produktion von Texten

  • Im Zusammenhang mit Jürgen Reichens Lehrgang „Lesen durch Schreiben“ benutzen die Kinder eine Anlauttabelle. Das Kind erfährt hierbei die Funktion der Buchstaben beim Schreiben, bevor es sie selbst durch entsprechende Schreibbewegung formen kann. 
  • Auch beim lehrgangsbezogenen Lesen- und Schreibenlernen werden Lesetexte als elementare Leseübungen angeboten.
  • Die Kinder erhalten durch die Arbeit mit dem Computer ein zusätzliches Schreibgerät im Schreiblernprozess. Kinder verfassen eigene Texte im Sprachunterricht und vervielfältigen sie für andere.
  • Die Kinder erwerben bereits von Klasse 1 an elementare technische Kenntnisse. Hierzu gehören z. B. Der Umgang mit Tastatur und Maus, Programme finden, Texte drucken, einfache Grundlagen des Textverarbeitungsprogramms (Groß- und Kleinschreibung, Korrektur, eigene Texte speichern und wiederfinden, etc.)

Arbeit mit Nachschlagewerken

Ergänzend zu vorhandenen Buchwerken werden multimediale Lexika und Wörterbücher im Unterricht eingesetzt, um aktuelle Fragen aus dem Unterricht zu beantworten.

 

Nutzung von Internetangeboten für Kinder

  • Über die Seite „Blinde Kuh“ gelangen erhalten die Kinder Antworten auf Fragen aus vielfältigen Bereichen des Unterrichts.
  • In Klasse 4 lernen die Schülerinnen und Schüler weitere Suchmaschinen kennen.
  • Grenzen und Gefahren des Internets werden ebenfalls thematisiert.

Im zweiten Halbjahr des Schuljahres 2015 / 2016 wurde an unserer Schule ein neues Medienkonzept erarbeitet. Für die Umsetzung ist eine zeitgemäße und lehrplangerechte Ausstattung mit Computern (incl. Internetzugang) zwingend notwendig. Ein dementsprechender Antrag an den Schulträger wurde am 10.6.2016 gestellt. Sobald die Ausstattung es zulässt, soll das neue Medienkonzept umgesetzt werden.

Zusammenarbeit mit Institutionen und Vereinen

Unsere Schule hat Kontakte zu anderen wichtigen Einrichtungen und Lebensbereichen für Alltag und Freizeit.

Anfang November packen Eltern und Kinder Päckchen für Waisenhäuser und Altenheime in Tschernobyl. Vertreter der Initiative Tschernobyl-Kinder e.V. holen die Päckchen in der Schule ab und bringen sie mit LKW-Transporten direkt vor Ort. Schüler aus Tschernobyl, die sich im Sommer für mehrere Wochen bei Gastfamilien in Mülheim aufhalten, besuchen regelmäßig unsere Schule.

 

Neben der Zusammenarbeit mit der Jugendmusikschule und dem CVJM in der Stadtmitte haben wir auch Kontakte zu verschiedenen Sportvereinen in Mülheim. Aktuell wird ein Kooperationsvertrag mit dem Fußballverein Union 09 erarbeitet.

Durch die Caritas bietet der Leiter unserer OGS, Herr Gronemann, ein Lerntraining an. Des Weiteren initiiert die Sozialagentur im Rahmen des Bildungspaketes Lernförderungen.

 

Ehrenamtliche Mitarbeiter engagieren sich in der Hausaufgabenhilfe und der Seiteneinsteigerförderung, die weiterhin von unserer DILIM-Kraft, Frau Weißbrod, unterstützt wird.

 

Regelmäßig führt die Jugendverkehrsschule in Zusammenarbeit mit der Verkehrspolizei Elternabende und Radfahrradtraining durch.

 

Natürlich arbeiten wir auch eng mit den beiden Gemeinden unserer Schulumgebung zusammen. Die gemeinsame Planung unserer Gottesdienste und die Kontaktstunde sind hierbei besonders hervorzuheben. 

Mit den Kindergärten unseres Bezirkes stehen wir im regelmäßigen Austausch.

Verlässliche Grundschule VGS, Offene Ganztagsgrundschule OGS

Ausführliche Informationen zu den unterschiedlichen Betreuungsangeboten der Schule können Sie hier nachlesen. 

Der Förderverein

Seit Ende 1993 gibt es an unserer Schule einen Verein zur Förderung der Schülerinnen und Schüler und der Schule. Dringend benötigte Anschaffungen können so in Zeiten mangelnder städtischer Gelder mit den Einnahmen des Vereins getätigt werden. Der Förderverein finanziert sich nur über Spenden und Mitgliedsbeiträge. 

 

Ausführliche Informationen zum Förderverein finden Sie hier